Kuribulli Nordkap Reise Skibotn Fjorde Nordkap Finnland #Vlog10

Kuribulli Nordkap Reise Skibotn Fjorde Nordkap Finnland #Vlog10

4. August 2019 1 Von kuribulli

Nach der kühlen Nacht, haben wir bei einem ausgiebigen Frühstück in der warmen Sonne die Route für den heutigen Tag ausgearbeitet. Das Wetter war gut und so planten wir die Fahrt zum Nordkap anzutreten um die tollen Aussichten weiterhin, wie am Vortag, genießen zu können.

Nach der knapp 2-stündigen entspannten Fährenfahrt nach Gryllefjord haben wir eine tolle Fjordbesichtungsbullitour bei guter Sicht und sonnigem Wetter bis nach Skibotn ca. 250km unternommen. Neben der wunderbaren Landschaft durchfuhren wir hübsche Ortschaften, die auf uns immer den Charme moderner Wildwestromantik ausstrahlten. Geprägt durch Supermärkte, Tankstellen, einige Wohnhäuser und Firmengebäude dienen sie offensichtlich als Versorgungseinheit für die Umgebung. Beeindruckend waren die teilweise mit Schnee bedeckten Berge und die zahlreichen Wasserfälle. Diese boten eine traumhafte Kulisse. Als wir den von Campercontact empfohlenen Campingplatz in Skibotn erreichten, stellten wir fest, dass wir direkten Blick auf einen Gletscher und mit Schnee bedeckte Berge hatten. Es war sommerlich warm, ein angenehmer warmer Wind wehte und die Serviceleistungen (mal wieder Pommes gegönnt, waren erschwinglich und gut) waren super. So konnten wir mal wieder duschen und „the Bulli“ auf Vordermann bringen.

Es waren noch 500 km bis zum Nordkap und wir wussten nicht, ob wir es am selben Tag noch schaffen werden.

Während der Fahrt passierten wir zahlreiche kurze und lange Tunnel, wurden von Rentieren begleitet, konnten Gletscher in der Ferne sehen und traumhafte Ausblicke auf die Fjorde von den Hochebenen genießen. Die Überlegung in Alta zu übernachten haben wir aufgrund des guten Wetters verworfen und wollten das Nordkap doch noch spät abends erreichen. Nach einer fantastischen Fahrt über die Hochebene zwischen Alta und Skaidi waren es noch ca. 100 km bis zum Ziel. Wir fuhren auf die E69 Richtung Nordkap. Die Sonne lockte uns immer weiter zu fahren, sodass wir das Nordkap bei gutem Wetter erreichen können. Links Berge, rechts Wasser, zahlreiche Tunnel und tolle Strände mit wunderbarem Sonnenlicht bescherten uns eine traumhafte Fahrt der letzten Kilometer. Der Nordkaptunnel, der das Festland mit der Insel Mageroya verbindet (ca.7 km lang und ca. 212 m unter dem Nordmeer hindurch) verlangte „the Bulli“ mit seiner größten Steigung von 10% einiges ab, sodass das Licht am Ende des Tunnels der „Troika“ viel Erleichterung verschaffte. Bis dahin alles gut!

Ca. 3 km vor dem Ziel zog sehr dichter Nebel auf und der Wind wurde stark. (Nebel und Wind passt aus unserer Logik eigentlich nicht zusammen???) 

Da wir ca. 10 m Sicht hatten standen wir plötzlich vor der Schranke an der der Eintritt für das Nordkap abkassiert wird. Wir zahlten den Obolus und fanden uns auf einem schlechten Parkplatz wieder und trauten uns kaum aus „the Bulli“ auszusteigen. Zahlreiche Wohnmobile und PKW’s standen dort und wir suchten Schutz zwischen zwei Plastikbombern.

Also erstmal was essen und die Situation beobachten. Zeitweise konnten wir dann das Museum/ Eingang zur Nordkapkugel erkennen, sodass wir uns um 0.00 Uhr mit allen verfügbaren wärmenden und windschützenden Klamotten versehen nach draußen wagten.

Im Museum angekommen stellten wir fest das dort reger Betrieb herrschte und die Situation scheinbar völlig normal war. Also auf zur Kugel, nachdem die Massen der Besucher aus den Reisebussen verschwunden waren, konnten wir ein paar Fotos machen und ein kleines Video drehen.

Die Hoffnung am nächsten Morgen besseres Wetter zu haben hat sich leider nicht erfüllt, sodass wir noch den Panoramafilm und das Museum anschauten und anschließend zügig den Rückweg angetreten haben.

Leider besserte sich das Wetter auf der Rückfahrt auch nach mehreren Kilometern nicht. Somit haben wir beschlossen bis Finnland durchzufahren, um möglichst weit südlich zu gelangen, in der Hoffnung auf wärmere Gefilde. Die Landschaft veränderte sich, es wurde flacher, die Vegetation immer grüner und ist von Birkenwälder geprägt. In Karasjok, kurz vor der finnischen Grenze, haben wir ein samisches Freilichtmuseum angeschaut und dann auf einem Campingplatz direkt an am Grenzfluss übernachtet und seit langem mal wieder mit € bezahlt!